jahnna Auge, Tusche

Was ist wahr?

Jemand liest in einem Buch von der Möglichkeit, sich selbst Wünsche zu erschaffen, und schreibt auf einen Zettel, den er auf seinen Hausaltar legt:

Ich habe genügend Geld, ich bin gesund und voller Liebe. Danke!

Jeden Tag denkt er diese Aussagen. Der neue Monat beginnt. In wenigen Tagen wird der Vermieter die Miete vom Konto einziehen. Das Konto weist nicht genügend Deckung auf und keine Einzahlung ist in Sicht. Er besitzt keine Rücklagen und nur wenig Bargeld. Seine rechte Schulter schmerzt. Es regnet. Eines Nachmittags ist er erschöpft und schleppt sich die Treppe hoch. Er hat Angst, seine Existenz in der gewohnten Form zu verlieren. Hat er genügend Geld, ist er gesund und voller Liebe?

‹Wahr› ist ein Wort unserer Sprache. Jedes Wort haben wir einst aus einer Bedeutung heraus erschaffen; jedem Wort geben wir in unserem Sprechen Bedeutung. ‹Wahr› ist ein Wort von hoher Bedeutung: Mein Leben ist klar, wenn ich weiß, was wahr ist und was nicht. Und es gibt ein Wort, das zeigt, was ‹wahr› ist:

jahnna Glühbirne F, Tusche Wahr ist, was ich als ‹wahr› nehme. Wahr ist, was ich wahrnehme.

Das, was ein Mitmensch wahrnimmt, kann ich glauben oder nicht. Indem ich es glaube, nehme ich es als für mich wahr an, auch wenn ich es selbst in diesem Augenblich nicht wahrnehme. In einem Kriminalfall ist ein Augenzeuge hilfreich, um zu erkennen, was wahrhaft geschehen ist. Wer die dunklen Wolken über sich sieht, den fallenden Regen hört, die feuchte Regenluft riecht und die Tropfen auf der Haut tastet, hat keinen Zweifel daran, dass es regnet. Der Schmerz in der Schulter ist wahr und die eigene Empfindung der Angst auch. Der Stand des Kontos ist wahr, denn ich sehe die Zahl mit eigenen Augen am Bildschirm und höre dieselbe Zahl aus dem Mund der Bankangestellten auf meine Nachfrage hin. Wenn mir ein Freund, der gerade in Schweden war, erzählt, dass 21% aller Schweden inzwischen zum Bezahlen einen Chip unter der Haut tragen, ist diese Aussage wohl im Wesentlichen wahr.

Meine Stimmung ist tief, doch ich denke, dass es mir gut geht. Jedes Gefühl, das ich in mir empfinde, ist wahr. Und es ist wahr, dass ich Gedanken habe.

jahnna Glühbirne A, Tusche

Es ist wahr, dass dieser Gedanken gerade in mir ist.
Nicht unbedingt wahr ist der Inhalt dieses Gedankens!

Wer bewusst erlebt, fühlt sein Gefühl, hört und sieht seine Gedanken, empfindet seinen Körper und nimmt die Eindrücke der Sinne und des Spürens auf. Gedanken habe Inhalte. Das Gefühl hat keinen Inhalt und ist immer es selbst. Solange die Gedanken Wahrnehmungen beschreiben, sind sie wahr. Andere Gedanken sind Theorie, Konzepte, geistige Konstrukte, leere Worte, Illusion, Lüge oder Ahnung.

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veröffentlicht am 17.7.2016, letzte Änderung am 8.4.2017 um 12:30 Uhr

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